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Spätschäden

Spätschäden nach Tauchgängen werden heute in der Systematik der Dekompressionskrankheits-symptome geführt, obwohl ihr Entstehungsmechanismus noch nicht eindeutig geklärt ist.

Aseptische Knochennekrosen

Monate bis Jahre nach dem Tauchen kann es in den langen Röhrenknochen zur Entstehung von Bereichen mit totem Gewebe kommen, zu den "aseptischen Knochennekrosen". Die häufigsten Entstehungsorte für derartige Schäden sind die Oberschenkelknochen, die Oberarmknochen und die Schienbeinknochen.

Befinden sich die Nekrosen in Gelenknähe, so ist eine Zerstörung des Gelenks möglich. Hierdurch können Beschwerden ähnlich bei einer chronischen Gelenksentzündung (Arthrose) entstehen. Treten die Nekrosen jedoch fern von Gelenkflächen auf, so kommt es zu keinerlei subjektiven Beschwerden.

Da die Anzahl der gelenkfernen Knochennekrosen überwiegt, bleiben die meisten Spätschäden ohne klinische Folgen und werden lediglich bei Routine-Röntgenkontrollen festgestellt, die bei Berufstauchern regelmäßig durchgeführt werden. Aseptische Knochennekrosen sind eine anerkannte Berufskrankheit von Berufstauchern.

Treten derartige Spätschäden auf, so muss in der Vergangenheit nicht unbedingt eine Dekokrankheit vorangegangen sein. Prinzipiell können solche Knochennekrosen auch nach einer Reihe von Tauchgängen mit nur geringen Regelverstößen auftreten.

Sonstige Schäden ?

Um herauszufinden, ob es durch Tauchen zu weiteren Veränderungen und Störungen kommen kann, auch wenn es nie zu offensichtlichen Tauchunfällen kam, wurden eine Vielzahl von Untersuchungen durchgeführt.

Die meisten dieser Untersuchungen wurden an Berufstauchern durchgeführt, die mit Heliox oder Trimix belastende Sättigungstauchgänge durchführen. Dabei interessierte man sich hauptsächlich für mögliche Störungen der Gehirn- und Nervenfunktionen.

Die Studien zeigten verschiedene Veränderungen des Nervensystems, teilweise waren die Ergebnisse widersprüchlich.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass es bis heute keine einigermaßen sicheren Hinweise darauf gibt, dass es durch Tauchen (nicht durch Tauchunfälle!) zu Veränderungen des Nervensystems kommt, die in ihrer praktischen Auswirkung eine Beeinträchtigung der Lebensqualität, eine Persönlichkeitsveränderung oder eine sonst offensichtliche Veränderung bedeuten.

Im Vergleich zu den Berufstauchern wird das Risiko für Sporttaucher dabei allgemein eher als geringer eingeschätzt.

 

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